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ça ira-Verlag

Jour Fixe Programm Herbst/Winter 1997/98

Dienstag, 21. Oktober 1997

Freud und Marx

Über die Psyche der Gesellschaft

Karl Marx war kein Marxist, Sigmund Freud kein Freudianer: Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft waren sie beide im unbedingten Widerwillen gegen den repressiven Idealismus einer zum totalen System sich zusammenschließenden Gesellschaft – firmiere es nun, so Marx, als die Gewalt von Ausbeutung und Herrschaft oder, so Freud, als der Zwang zu Versagung und Opfer. Ihre Kritik war materialistisch, indem sie sich – ob unter den Auspizien der Kritik des Kapitals oder in der Perspektive einer Rekonstruktion der Individualität – jeder alternativen Sinnstiftung verweigerten, geschehe sie nun in der Perspektive einer “Befreiung der Arbeit” auf dem Wege des Klassenkampfs oder einer Einübung in die Notwendigkeiten repressiver Entsublimierung mit therapeutischen Mitteln. Es war jedoch die abgründige Ambivalenz ihrer Kritik, die die Schulbildungen von Marxismus und Psychoanalyse möglich werden ließ: Die Kritik wurde System und verkam darin. So obsiegte der Reformismus in Gestalt von Lohnkampf und Parlamentarismus einerseits, systemaffirmativen Individualtherapie und psychologisierender Sinnstiftung andererseits. Dagegen hat sich die Rekonstruktion des Verhältnisses von Materialismus und Psychoanalyse sowohl der Aufdeckung der psychologischen Implikate der marxschen Kritik der politischen Ökonomie zu widmen wie der Of-fenlegung der gesellschaftlichen Bedeutung der freudschen Kulturkritik. Es wird sich dann zeigen, daß zwischen Gesellschaft und Psyche nicht nur kein Problem der “Vermittlung” besteht, daß vielmehr der Materialismus nichts anderes demonstriert als die Subsumtion des Individuums unter die Subjektform, d. h. seine Formierung als “Charaktermaske”, während die Psychoanalyse das Leid und die Unkosten eben dieses Vorgangs untersucht, d.h. die konkreten Bedingungen, unter denen allein ein Individuum als Subjekt zu füngieren vermag. Marx erscheint als der Freud des gesellschaftlich Unbewußten, d. h. des Kapitals. Und umgekehrt. – Es spricht Joachim Bruhn (Freiburg).

Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)

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Donnerstag, 23. Oktober 1997

Karl Marx: “Das Kapital”

Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie

Es waren die Intellektuellen, insbesondere die Soziologen und die Philosophen, die Marx definitiv zum Marxisten gemacht haben und damit zu etwas, was er, der in seinen besten Momenten Kritiker der politischen Ökonomie war, nur insoweit war, als er sich nicht aus der Tradition zu lösen vermochte: zum Theoretiker. Und es sind eben diese Intellektuellen, die, unfähig zur Kritik der geistigen Arbeit und ihrer spontanen Neigung zur Ideologieproduktion, in jedem Epochenumbruch die “Krise des Marxismus” ausrufen, weil die empirische Entwicklung den Theoretiker Marx widerlegt zu haben scheint. Zwei Phänomene wuchern ineinander, erstens die Ambivalenz des marxschen Werkes selbst, zweitens die Rezeptionsgewohnheiten der akademischen Intelligenz. Eine kritische Lektüre des “Kapital” wird daher weder einen “authentischen” Marx herausdestillieren und zum Prüfstein der Interpretationen machen können, noch wird sie der Neigung nachgeben können, sein Werk als Theorie der kapitalistischen Entwicklung zu lesen und soziologisch zu verifizieren. Denn der revolutionäre Materialismus oder auch “kritische Kommunismus” (Marx) ist weder eine wissenschaftliche Methode noch eine proletarische Weltanschauung. – Vierzehntägig Donnerstags um 20 Uhr in den Räumen der Aktion Dritte Welt (Kronenstr. 18, Hinterhof). Der Kurs dauert bis Ende Juni 1998.

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Sonntag, 26. Oktober 1997

Sozialreform oder Revolution?

Das Freiburger Bündnis gegen Arbeit, das am 1. Mai die Demonstration “Statt Arbeit und Nation – soziale Revolution” organisiert hatte, trifft sich zur Vorbereitung eines Kongresses zur Kritik des Reformismus, der im Frühsommer 1998 stattfinden soll. – Vierzehntägig Sonntags um 19 Uhr in den Räumen der Aktion Dritte Welt (Kronenstr. 18, Hinterhof).

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Dienstag, 28. Oktober 1997

Deutschland 1945

Zum öffentlichen Gebrauch von Fotografien aus den Konzentrationslagern

Die Fotos sind bekannt: kurz nach der Befreiung entstanden, zeigen sie Berge von Leichen, Massengräber, halbverhungerte Überlebende auf Pritschen oder hinter Stacheldraht, Lagertore, Wachtürme, endlose Barackenreihen. Längst sind diese Aufnahmen Bestandteil der öffentlichen Erinnerungskultur in der Bundesrepublik geworden. Meist werden sie als eindeutig wahrgenommen und stehen für die Unmenschlichkeit des NS-Regimes. Das weiß man schon, bevor man die Bilder angeschaut hat. Um die KZ-Fotografien aus ihrer Erstarrung zu lösen, die alles weitere Nachdenken über das Abgebildete zu erübrigen scheint, sollen sie in den historischen Zusammenhang ihrer Entstehung gerückt werden. Es wird um die Fotografien gehen, die ersten Veröffentlichungen der Fotos in den Zeitungen der Alliierten und um die Deutschen, die sie im Frühsommer 1945 angeschaut haben. – Es spricht Cornelia Brink (Freiburg).

Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)

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Dienstag, 11. November 1997

Das Ende einer Illusion

Zum Verhältnis von Psychoanalyse und Kritischer Theorie

In seinem Epitaph auf das große Paar, Psychoanalyse und KritischeTheorie, kommt Reimut Reiche zu einemgnadenlosen Resumee: “Späteren Geschlechtern wird der Starrsinn, mit dem wir am Trieb und am Unbewußten als an unsichtbaren Energien und Entitäten festhalten, sonderbar vorkommen, und sie werden sich vielleicht mit der Erklärung behelfen, wir hätten die religiöse Idee vom auserwählten Volk in die komische Idee von der auserwählten Wissenschaft transformiert.” Reiches Grabschrift ließe sich nichts hinzufügen, verfiele sie nicht in den Fehler, aus dem Grau ins Grau verjüngen zu wollen. Denn daß ausgerechnet der Frankfurter Pragmatismus (Habermas u.a.) den Königsweg darstellen soll, der aus der Sackgasse des “psychoanalyti-schen Anwendungsdiskurses” herausführt, erscheint nicht sehr plausibel. Rekapitulieren wir also die Gründe, die zum Scheitern der Beziehung von Psychoanalyse und kritischer Theorie der Gesellschaft führten. – Es spricht Wolfram Stender (Hamburg), jahrelang am Peter-Brückner-Institut Hannover tätig und Autor von “Kritik und Vernunft. Studien zu Horkheimer, Habermas und Freud” (zu Klampen-Verlag).

Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)

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Donnerstag, 20. November 1997

Geld und Geltung

Die Poesie des Geldes und die Prosa des Kapitals

“Money makes the world go round” – Geld regiert die Welt: Solche Schlager- und Allerweltsweisheiten haben in der Philosophie keinen guten Ruf. Und umgekehrt tut man gut daran, an Supermarktkassen, im Büro, beim Finanzamt Kant, Fichte und Hegel zu vergessen. Denn sie tragen wahrhaft abgehobene Theorie der Geltung (von Urteilen, Sätzen, Maximen) vor, die das eigentümlich konkret-abstrakte Medium, das intersubjektive Geltungsansprüche formiert, nicht einmal ignorieren: das Geld. Der entschiedenste Analytiker des Zusammenhangs von Geld und Geltung, nämlich Alfred Sohn-Rethel, hat die in jedem Wortsinne unerhörte These: daß nämlich das Transzendentalsubjekt mit der Waren- und Geldform gegeben ist, oder, in der Wendung eines Briefes an Adorno, daß die “Entstehung der Subjektivität das untrennbare Korrelat zur Ausbildung der Geldform des Wertes” ist. Das wäre der größte systematische Fortschritt der Philosophie seit Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft. – Es spricht Jochen Hörisch (Mannheim), Autor u.a. von “Gott, Geld und Glück. Zur Logik der Liebe”, “Brot und Wein. Die Poesie des Abendmahls”, “Kopf oder Zahl. Die Poesie des Geldes” (suhrkamp).

Um 20 Uhr im Kutlurcafé der Pädagogischen Hochschule, Littenweilerstr.

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Dienstag, 25. November 1997

Psychologie des Terrors

Es spricht Ernst Federn. Federn, geboren 1914 in Wien, gehört mit Bruno Bettelheim, Rudolf Eckstein, Siegfried Bernfeld u.a. zu den Pionieren der psychoanalytischen Sozialarbeit. Bereits als Jugendlicher wurde er revolutionärer Marxist, ging dann in den Untergrund und schloß sich einer Kampfgruppe von sieben Schutzbündlern an, die während des Bürgerkrieges 1934 in der Wohnung seines Vaters, Paul Federn, einem der engsten Mitarbeiter Sigmund Freuds, “stationiert” war. 1938 wurde Federn in Wien von der Gestapo verhaftet, 1939 in das Konzentrationlager Dachau eingeliefert; ein Jahr danach ins Konzentrationslager Buchenwald verlegt, wo er als Trotzkist durch die – überwiegend stalinistische – Häftlingsverwaltung zusätzlich bedroht war. Ernst Federn hat – im Gegensatz zu Bruno Bettelheim, den er in Buchenwald kennenlernte – nie einen Zweifel daran gelassen, daß er das Überleben auch seinen psychoanalytischen Erkenntnissen zu verdanken hatte. Federn war Mitautor der “Erklärung der internationalistischen Kommunisten Buchenwalds” vom 20.April 1945. Über Brüssel emigrierte Ferdern dann mit seiner Frau Hilde in die USA, wo er als Sozialarbeiter mit “verwahrlosten” Jugendlichen, Drogenabhängigen und Kriminellen arbeitete. Durch seine Veröffentlichung der Protokolle der Wiener psychoanalytischen Vereinigung wurde er zum Historiker der Psychoanalyse. Nach seiner Rückkehr nach Wien beteiligte sich Federn als Konsulent an der Strafrechtsreform. Heute ist Ernst Federn publizistisch tätig und kämpft weiterhin um die historische Wahrheit Buchenwalds. – Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15. – Weitere Veranstaltungen: Am 26. November spricht Ernst Federn in der Evangelischen Fachhochschule (Buggingerstraße) über “Vom Es zum Wir. Zur Geschichte der Psychoanalytischen Sozialarbeit”. Am 27. November wird das Kommunale Kino den Film “Überleben im Terror – Ernst Federns Geschichte” von Wilhelm Rösing zeigen.

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Dienstag, 2. Dezember 1997

Die Misere der Nationalökonomie

Über die Unfähigkeit der Volkswirtschaftslehre, ihren Gegenstand zu denken

Kapital ist einerseits Geld, andererseits Ware. Scheinbar ein Drittes. Eben dies irritiert. Es ist weder das eine noch das andere und doch sowohl das eine wie das andere. Das also, was ein “Übergreifendes” genannt wird. Um dieses Übergreifende zu denken, sieht sich die herrschende Volkswirtschaftslehre gezwungen, das zu denken, was sich auf Basis ihrer subjektiven Wertlehre gar nicht denken läßt: den “absoluten Wert”. Sie kann nur denken, was sie denkt, indem sie das genaue Gegenteil denkt. Also denkt sie nicht, sondern ideologisiert. Die Nationalökonomie glaubt allen Ernstes, Wert entstehe aus Wertschätzung. Woher dann aber die Verdinglichung etwas derart Subjektiven im harten Geld? Eine Theorie, die, wie die Nationalökonomie, die gesellschaftlichen Beziehungen aus bewußter Interaktion ableiten will, muß allein schon daran scheitern, daß ökonomische Kategorien sich nicht auf Bewußtseinsinhalte reduzieren lassen: Die Produzenten “sind in Verhältnisse gesetzt, die ihr Bewußtsein bestimmen, ohne daß sie es zu wissen brauchen. Jeder kann Geld gebrauchen, ohne zu wissen, was Geld ist. Die ökonomischen Kategorien spiegeln sich im Bewußtsein verkehrt ab” (Marx). Das Bewußtsein des Nationalökonomen entspringt dem Selbstmißverständnis des Kapitals. – Es spricht Hans-Georg Backhaus (Frankfurt), Autor des gerade bei ça ira erschienenen Buches “Dialektik der Wertform. Untersuchungen zur Marxschen Ökonomiekritik”.

Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)

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Dienstag, 16. Dezember 1997

Zivilgesellschaft oder Demokratie?

Die Erinnerung an Zeiten, als Demokratie und Staat als Gegenbegriffe erschienen, und man sich fragte, ob Staat überhaupt je demokratischer Staat sein könne, waren für die Mehrheit der oppositionellen Gruppen spätestens in den 80er Jahren endgültig vorbei. Wenn Politik nicht umstandslos mit repräsentativer Demokratie identifiziert wurde, so erschien sie als Bindestrich-Demokratie: Ökologische Demokratie, Wirtschaftsdemokratie. Die Programmatik der “Zivilgesellschaft” wie auch die des Kommunitarismus behauptet, Politik als demokratisches Projekt zu betreiben. Unterbelichtet bleibt dabei die politische Vorstellung von Demokratie selbst. Welche Form von Politik wird da anvisiert? Was soll das “Demokratische” daran sein? Am Beispiel der Zivilgesellschaftskonzeptionen läßt sich die Problematik jener Ansätze verdeutlichen, die den Anspruch auf Demokratie dadurch bedienen wollen, daß sie vorstaatliche gesellschaftliche Organisationen in einem imaginären Jenseits kapitalistischer Gesellschaften als Unterbau eines demokratischen Staates fingieren. – Es spricht Diethard Behrens (Frankfurt), Herausgeber des im Frühjahr bei ça ira erschienenen Buches “Politik und soziale Praxis”.

Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)

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Dienstag, 13. Januar 1998

Was ist avancierte Rockmusik?

Vielleicht hat Adorno mit seiner Befürchtung doch recht, daß Kunst an ihr geschichtliches Ende angelangt ist. Doch selbst wenn es stimmt, daß die Kulturindustrie jede ernstzunehmende avancierte Kunst ver-unmöglicht, stehen wir doch vor dem offenkundigen Phänomen, daß die Ramones einfach bessere Musik machten als Pink Floyd. Oder beruht diese Feststellung einfach auf einer schlechterdings willkürlichen und keineswegs objektiv begründbaren Geschmacksentscheidung? Der Vortragende verneint dies entschieden und will den Beweis antreten, daß es objektive ästhetische Kriterien gibt, an denen sich Rockmusik messen lassen muß. Mit Musikbeispielen. – Es spricht Michael T. Koltan (Freiburg), Archiv für soziale Bewegungen.

Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)

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Dienstag, 27. Dezember 1998

Sozialfaschismus

Zur Ehrenrettung einer Theorie

Die traditionelle marxistisch-leninistische Linke schwieg sich nach dem Kongreß der Komintern von 1935 eisern über die Theorie des Sozialfaschismus aus, die sie vor 1933 so vehement vertreten hatte; und für die undogmatische Linke war sie eine allzeit parate Abschrek-kungswaffe, die immer dann zum Einsatz kam, wenn vor den verhängnisvollen Folgen des “Sektierertums” gewarnt und zur “Einheit” im Kampf gegen den “Hauptfeind” aufgerufen werden sollte. Alle Fraktionen der Linken taten die Sozialfaschismustheorie als “schweren strategischen Fehler” ab – und sie verleugneten damit, daß die Weimarer Sozialdemokratie mit ihrem Programm einer staatlich gelenkten “Wirtschaftsdemokratie” tatsächlich ein vom Nationalsozialismus nicht eben weit entferntes Gesellschaftsideal verfochten hatte, so daß es eher die Nazis waren, die gegen sozialdemokratische Anbiederungsversuche Widerstand leisten mußten als umgekehrt. Die Theorie des Sozialfaschismus ist besser als ihr Ruf und hat eine historische Ehrenrettung längst verdient, auch wenn diese auf ihren Urheber, die Weimarer KPD, zurückschlägt. – Es spricht Clemens Nachtmann (Berlin), Redaktion “Bahamas”.

Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)

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Dienstag, 10. Februar 1998

Kritische Theorie? Abgewickelt!

Zur gegenwärtigen theoriepolitischen Situation am Frankfurter Institut für Sozialforschung

Trotz all ihrer “realpolitischen” Vermittlung und Verquickung mit den bundesdeutschen Zeitläuften nach 1945 waren Adorno und Horkheimer, waren die Vertreter der von den Nachgeborenen mittlerweile zum toten Hund wie zum gefundenen Fressen akademisch-spezialistischer Ausschlachtung und “philologischer” Ausweidung degradierten, d.h. zur “klassischen” gemachten Kritischen Theorie bis zuletzt um die radikale Kritik der bürgerlich-kapitalistischen Verhältnisse bemüht. Wenn heute selbsternannte “Nachfahren” mit der Absicht hausieren gehen, “wieder entschiedener an Tradition und Anspruch einer kritischen Gesellschaftstheorie anzuknüpfen”, wie dies Helmut Dubiel und Ludwig von Friedeburg in einem Ende 1995 in der 'Frankfurter Rundschau' veröffentlichten Memorandum zur zukünftigen Arbeit des Instituts für Sozialforschung tun, ist Vorsicht geboten, was die “Geltungsansprüche” dieser Unternehmung angeht. Über die aktuelle Situation “kritischer” Theorie round about “Anerkennung” und “Zivilgesellschaft”, dazu ihre nicht nur “politische Selbstbeschränkung” referiert und diskutiert Michael Hintz (Frankfurt), post-marxistischer Buchhändler, Übersetzer, etc. pp.

Um 20 Uhr im Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)

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Samstag, 14. Februar 1998

Antifaschistischer Stadtrundgang

Die Route führt vom Regierungspräsidium (ehemals NS-Polizeipräsidium) über die Universität (Vorreiterrolle der freiburger Universität für die nationalsozialistische Gleichschaltung der deutschen Universitäten) weiter zum Hauptbahnhof (Deportation) und dann in den Stühlinger zum ehemaligen Kreispflegeheim (Euthanasieprogramm). – Es führt und kommentiert G. Schlesiger. Treffpunkt um 14 Uhr vor dem Regierungspräsidium, Kaiser-Joseph-Straße.

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Programmtext:
Metaphysik der Deutschmark