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Initiative Sozialistisches Forum

Die Postmoderne wird kritisch

Mit Heidegger gegen das ‘Züchtungs- und Disziplinierungsprogramm’ des Humanismus

“Die Züchtung des Menschen ... ist die Aufspeicherung und Reinigung der Kräfte in der Eindeutigkeit des streng beherrschbaren ‚Automatismus’ allen Handelns. Nur wo die unbedingte Subjektivität des Willens zur Macht zur Wahrheit des Seienden im Ganzen wird, ist das Prinzip der Einrichtung einer Rassenzüchtung, d.h. nicht bloße aus sich wachsende Rassenbildung, der sich selbst wissende Rassegedanke möglich, d.h. metaphysisch notwendig.”
Heidegger: Nietzsche Bd.II 1961, 309

Was in den letzten Jahren als Schreck- oder Hirngespinst einiger ‚altlinker Provinzler’ abgetan wurde: die innige, das heißt logisch unausweichliche Verbindung der postmodernen Diskursmodelle mit dem seinsmythologischen Denken der rebellischen Bohème in den zwanziger Jahren, tritt nun auch empirisch immer wirkungsmächtiger auf. Mit Sloterdijks Überlegungen zu einer neuen Anthropotechnologie erlangt jedoch das mysteriös-mystische Geraune à la Heidegger eine neue Qualität.

Unendlich die Literatur, die die Differenzen zwischen Schmitt, Heidegger, Jünger und all den konservativen Intellektuellen untereinander und vom Nazifaschismus insbesondere betont: geschenkt. Sehr viel dringlicher als die Feststellung der Differenzen, und dies besonders vor dem Hintergrund der Heideggerkritik Adornos, ist die Frage nach der Identität, die es erlaubt, Heideggers Philosophie als die des Nationalsozialismus zu kennzeichnen. Diese Identität besteht darin, den prinzipiell unüberbrückbaren Gegensatz von Mensch und Natur, wie auch den von Begriff und Sache, Subjekt und Objekt usw., in einer mythologischen Verheißung verschmelzen zu lassen. Was dementsprechend bei Heidegger “Seyn” heißt, offenbart sich unter den Nazis als Volks- und Schicksalsgemeinschaft. Es ist das unausgesprochen bleibende, dennoch implizit im Gestus der Rede und im ‚politischen Subtext’ behauptete Wissen um eine wahre Natur des Seins (das den Zuhörer als das Versprechen erreicht, aus der “Seinsvergessenheit”, aus den Kämpfen und Nöten des individuellen alltäglichen Lebens heraustreten zu können), in dem Heideggerianismus und Nazismus im Kern identisch sind.

Das Heraustreten des solcherart Implizierten in die Wirklichkeit, das liegt in der Natur dieser Sache, kann sich empirisch-praktisch nur vollziehen, wenn sich dieses “Seyn” in einem leibhaftigen Führer und einer zur Führung berufenen ‚Rasse’, Kaste oder Gruppe, schließlich: der Volksgemeinschaft bündelt, wobei jener die Aufgabe auf sich nimmt, die grundlegenden Entscheidungen in letzter Instanz zu verantworten, Entscheidungen, für die es keine rationalen Kriterien gibt und die zu treffen das schwache Einzelwesen Mensch hoffnungslos überfordert sei: die zwischen Freund und Feind, Gutem und Bösem, Schönem und Häßlichem, Brauchbarem und Unbrauchbarem usw. Übertragen auf das “große Menschheitsproblem” Gentechnologie heißt dies: Es braucht hier jemanden, der entscheidet, wie weit man gehen kann, darf und muß; jemanden, der damit für alles verantwortlich ist, was man selber ohne vernünftigen Grund tut, und in den man beliebig all das projizieren kann, was man denkt und fühlt, ohne gleichzeitig angeben zu müssen, ob dieses Denken und Fühlen auch vernünftig ist. Von diesem geheimnisvollen, ohne Vernunft als sinnloser Entscheidungsprozeß sich vollziehenden “Seyn” weiß man, und das ist logisch konsequent, selbstredend nichts zu sagen: doch es ist beständig präsent. Wenn man auch nichts weiß, weiß man dann aber doch so viel: Es handelt sich um die Einheit alles Seienden, die in sich die Versöhnung von Mensch, Technik und Natur, das Heraustreten des Menschen aus seiner Ver-Dinglichung ermöglichen wird, und um ein “Seyn”, das in einem mysteriösen Bezug zu allem Seienden, Vergänglichen steht, und zwar genau in dem Bezug, den der Führer zu seinem Volke hat.

Sloterdijk bietet nun mit seinen heideggerianisierenden Attacken die Chance, endlich das bisher Tabuisierte in den öffentlichen Diskurs mit aufzunehmen. Enttabuisiert werden soll die Vorstellung, der Humanismus sei prinzipiell ‚dem Guten’ zuzurechnen. Vielmehr sei, ganz im Sinne Nietzsches, zu fragen, ob nicht die humanistischen Ideale selbst es seien, die die Katastrophen des 20. Jahrhunderts erst ermöglichten. Und fragen wird man doch wohl dürfen, oder? Auf jeden Fall: wer sich gegen diese Fragestellung, und das auch noch im Namen dieses Humanismus, empört, geriert sich als Diskurspolizist, als Verhinderer des Denkens, befördert den Totalitarismus, ist der wirkliche Faschist.

Worum aber geht es tatsächlich? Heidegger verstand jedenfalls unter Humanismus nicht die philosophische Strömung der Renaissance. Es ging ihm bei diesem Begriff um eine allgemeine, hoch abstrakte Kategorie, die alle theoretischen Entwürfe zusammenfassen sollte, die seit dem Beginn philosophischen Denkens den Menschen mit den verschiedensten Mitteln (Tugendlehren, Moral- und Staatsgesetzen, Pädagogik usw.) ‚bessern’ wollten. Seine Grundthese lautet: Das abendländische Denken ist seit seinem Ausgang in der hellenistischen Antike und in seinem Bezug auf den Menschen nichts anderes als ein gewaltiges Züchtungs- und Disziplinierungsprogramm. Humanismus ist bei Heidegger zunächst die Bezeichnung für dieses Programm.

Wenn nun jemand – wie mehrfach Rüdiger Safranski in einem Rundfunkgespräch mit Jochen Hörisch und Bazon Brook, die ihm darin auch noch zustimmten – behauptet, auch der Kern der kritischen Theorie bestehe in einer “Kritik des Humanismus”, und deshalb sei Sloterdijk der legitime Nachfolger Adornos, glaubt man zunächst, sich verhört zu haben. Doch, je mehr man die neueren Debatten unter den, sich weiterhin als “kritisch” verstehenden, als links geltenden Intellektuellen unter dieser Perspektive folgt, um so deutlicher wird: hier wollen sich Leute – und das auch noch mit einem positiven Bezug auf Adorno – profilieren, die nichts geringeres als den nazistischen Kern der Heideggerschen Zivilisations- und Humanismuskritik verinnerlicht haben; und das nicht irgendwie ‚aus Versehen’, sondern ganz bewußt und mit allen Konsequenzen. Mit anderen Worten: diese Leute verfolgen ein eindeutiges, politisches Konzept.

Es sei außer acht gelassen, daß diese Form unhistorischer Verallgemeinerung, die die gesamte Geistesgeschichte einem im Mysteriösen verbleibenden Subjekt (hier einem Willen zur Disziplinierung) unterwirft, allein schon jeder kritischen Theorie ins Gesicht schlägt und es sei allein auf den Zweck eingegangen, der mit dieser Behauptung verfolgt wird: Denn mittels dieser Grundthese können nun alle Anthropotechnologien, also auch Eugenik oder Gentechnik, als Variante eines allgemeinen, eben “humanistischen Programms” aufgefaßt werden. Vor diesem Hintergrund bekommen das Rassedenken und die Menschenexperimente der Nazis eine völlig neue Qualität. Der Rassenwahn ist dann keine den Nazis eigentümliche Besonderheit mehr, sondern ‚nur’ noch ein besonderer Ausdruck dessen, was Heidegger “Humanismus” genannt hat. Daraus folgt: der Humanismus zu allererst, nicht erst der deutsche Nazismus ist Ursache der Katastrophen auch des 20. Jahrhunderts.

Kritische Theorie und Heideggerismus haben innertheoretisch in Wirklichkeit natürlich nichts gemein; aber daß beide, wenn auch in völlig unterschiedlicher Weise, zum naturwissenschaftlichen Objektivismus auf Distanz zu gehen bemüht sind, ist schlechterdings nicht zu leugnen. Beide haben also ein für jede Philosophie zentrales Thema gemeinsam: Es geht es um die Konstitution des Subjekts, und im Zentrum steht die Frage, wie in diesem Subjekt Objektivität sich geltend macht. Die (natur-) wissenschaftliche Denkform, und in ihr der wissenschaftliche, politische und alltagspraktische common sense, begreift dieses Subjekt/Objekt-Verhältnis genau anders herum: Das Subjekt ist hier in eine Objektivität (der Natur, der Gesellschaft, der Geschichte etc.) eingebettet, die es nicht zu überschreiten, geschweige aus sich selbst heraus zu konstituieren vermag. Philosophisch ist dieser naturwissenschaftliche Pragmatismus naiv: aber das ist seit Kant alles andere als ein Geheimnis. (Und aus der Kenntnis dieser Naivität eine Gemeinsamkeit zu konstruieren, ist so sinnig wie die, aus der Tatsache, daß Heidegger und Adorno ihre Schriften auf deutsch verfaßt haben, auf eine Wesensverwandtschaft zu schließen.)

Doch nun zum wesentlichen: zur Differenz zwischen kritischer Theorie und Heideggerei. Der Unterschied ums Ganze besteht in der Zielrichtung der Wissenschaftskritik. Heidegger leugnet generell die Möglichkeit, Gesellschaftlichkeit auf (eine allgemeingültige) Vernunft gründen zu können, die kritische Theorie dagegen besteht auf einem wahrheitsfähigen Begriff von Vernunft – ungeachtet all der Schwierigkeiten, die dies macht.

Es hat seine (guten wie schlechten) Gründe, warum man weder als adornitischer noch (bisher jedenfalls) als heideggerianischer Wissenschaftskritiker bisher in der wertvergesellschafteten Welt (nach 1945 zumindest) breite Anerkennung, das heißt politischen Einfluß gewinnen konnte. Dieser Wissenschaftsbetrieb zeichnet sich nicht nur durch eine auffällige Resistenz gegenüber jeder Kritik aus, sondern auch gegenüber allen Versuchen, ihm einen theoretisch tragfähigen Unterbau zu verschaffen. Es liegt aber in der Natur dieser Sache, daß die Strategie der Heideggerianer, die letztlich den Biologismus der Naturwissenschaft politisch von rechts subjektivistisch zu unterlaufen trachtet, jedenfalls viel erfolgversprechender ist als die Wissenschaftskritik der kritischen Theorie es je sein kann, denn es treffen hier zwei, wenn auch unterschiedlich argumentierende, so im Kern doch affirmativ-ontologische Gedankengebäude aufeinander. Und schließlich hat sich im Nazismus eine solche Verbindung von philosophisch-subjektivistischer Zivilisationskritik und darwinistisch-objektivistischem Positivismus auch empirisch bekanntlich schon einmal als praktisch äußerst wirkungsmächtige Verbindung erwiesen.

Die deutsche Linke im allgemeinen ist, anders als etwa der angelsächsische Positivismus, noch nie gegen einen reaktionären philosophischen Unterbau ihrer Praxis resistent gewesen, im Gegenteil: wie sie sich zunächst 68 dem Marxismus/Leninismus, dem wissenschaftlichen Sozialismus also, an den Hals geworfen hat, so in der Folge dem Poststrukturalismus. Und nun ist sie dabei, sich dem Heideggerismus offen anzuschließen. Wenn der ‚linke’ Moralist und Heidegger-Biograph Safranski feststellt: Biographisch mag Heidegger ein Faschist gewesen sein, und vieles, was Heidegger gesagt hat, mag mit der Nazi-Ideologie vereinbar gewesen sein; aber Heideggers Kerngedanke (seine “Humanismuskritik”) sei alles andere als nazistisch, sondern treffe den Kern abendländisch fehlgeleiteter Zivilisation, dann verhält es sich in Wirklichkeit natürlich genau umgekehrt: Man kann subjektiv durchaus ein aufrechter Antifaschist sein, aber objektiv eine Wissenschaftskritik vertreten, die hoffnungslos hinter die Kantsche Kritik der reinen Vernunft zurückfällt und einer Humanismuskritik Tür und Tor öffnet, die genau den Umschlag vollzieht, der von Adorno/Horkheimer als das barbarische Moment in der Dialektik der Aufklärung gegeißelt worden ist. Wenn in der neueren Terminologie vom Übergang des Humanismus in “Hominologie” schwadroniert wird, dann ist dieser Umschlag in die philosophische Bankrotterklärung längst vollzogen. Heideggers Humanismus- und Zivilisationskritik gipfelt jedenfalls in der meist implizit gehaltenen, aber dennoch überdeutlichen These, daß, um den Menschen zu retten (das heißt die Gemeinschaft der Menschen, die in das Geheimnis des Seins eingeweiht sind), das Menschliche, die Humanität des empirischen Individuums, nicht mehr die Grundlage und Zielrichtung existenzieller Entscheidungen sein darf.

Was aber ist das logisch Andere des “Humanismus” im Sinne Heideggers? Was verbirgt sich hinter “Hominologie” als “Überwindung des Humanismus”? Die philosophisch unverbrämte Praxis dieses Gedankens des dem Humanismus unmittelbar Entgegenstehenden ist der Nazismus, der im Antisemitismus an den Juden vollzogen wird – und der Herrenmensch ist sein philosophisch in den Wissenschaftsjargon aufgeblasenes, hypostasiertes Programm zur Modellierung des neuen Menschen, das der logisch einfachen Praxis einen, philosophisch gesehen, rechtshegelianischen Überbau (das Wirkliche ist vernünftig, wie das Vernünftige wirklich ist) verschafft. Zwar ist bei der antihumanistischen, um genau zu sein: antiaufklärerischen Philosophie in der Tradition Nietzsches vom “Willen zur Macht” schon die Rede, aber das darin unweigerlich angelegte Führerprinzip bliebt (noch) im mysteriös Unaussprechlichen stecken.

Natürlich haben die Nazis nicht diese oder irgendeine andere Philosophie in die Praxis umgesetzt. Philosophie ist selbstredend auch für die soziale Bewegung des Nazismus nichts weiter gewesen als die Magd der wirklichen, gesellschaftlichen Prozesse. Aber unkritische Philosophie, das heißt ein Denken, das die Barbarei im Vollzug legitimiert, also eine Philosophie, die sich nicht selbst abzuschaffen bemüht ist, dient sich dieser herrschenden Praxis an – und hofft, darin irgendwie gebraucht zu werden. Sie hypostasiert das schlichte Programm der “Überwindung des Humanismus” zur Züchtung des neuen Menschen, zur Umwertung aller Werte und Bemeisterung schicksalhafter Vorherbestimmungen und was es da an Abstrusitäten noch so gibt. Kurz, sie erzeugt nicht, aber sie legitimiert Menschen vernichtende Praxis. Der Mensch jedenfalls, so wie er sich heute aktuell empirisch als Individuum zeigt, gilt ihnen, wie bei Nietzsche über Heidegger bis hin zu Foucault nachzulesen ist, nicht als das zu verwirklichende, sondern als das – wie auch immer – zu Überwindende: “Kritik des Humanismus” ist, heute wie in der jüngsten Vergangenheit, die Aufforderung, endlich seinen kleinbürgerlichen Egoismus hinter sich zu lassen und in die Volksgemeinschaft abzutauchen.

Die Verwechslungen von Idealität und Materialität, wie sie im Denken Heideggers und seiner Epigonen zum Vorschein kommen, sind charakteristisch für Ideologie, sind Ausdruck einer Geltungssucht, die das Individuum dafür entschädigen soll, nicht zu sein, was ihm die Aufklärung versprochen hat: nämlich Subjekt seiner Verhältnisse. Diese für das bürgerliche Subjekt charakteristische Hybris zeigt sich insbesondere darin, daß der Heideggerismus “den Humanismus”, also eine Denkhaltung, eine “nominalistische Konstruktion” (Foucault), für die Übel dieser Welt verantwortlich machen will. So wenig Marx für den Gulag, so wenig ist Nietzsche für die KZs wirklich verantwortlich. Wer aber ernsthaft danach fragt, ob das “Recht auf Kontingenz” nicht ein Menschenrecht sei (Safranski), hat längst akzeptiert, daß auch die Verneinung dieser Kontingenz ein diskutables Argument ist, und ist damit für eine paradigmatische Denkhaltung verantwortlich, die den empirischen, individuellen Menschen auf die Stufe eines Tieres stellt.

Kritische Theorie aber ist unter gar keinen Umständen Kritik der Humanität, sondern Kritik der Gesellschaft, und zwar ihrer falschen, widervernünftigen Einheit. Was sie am Humanismus kritisiert, ist gerade nicht sein Bezug auf den Menschen, sondern die zur Ideologie erstarrte Form der Gesellschaft, die jeder Humanität offen ins Gesicht schlägt. Sie beklagt auch nicht, wie die Kulturpessimisten etwa, den Verlust an Humanität in der ‚Moderne’: denn wann hat es eine menschliche, und das kann nur heißen: herrschaftsfreie Gesellschaft je gegeben? Sie denunziert vielmehr eine Welt, in der der Gedanke der Humanität aufgrund der herrschenden, kapitalistischen, also unmenschlichen Verhältnisse zum Scheitern verurteilt ist und in Barbarei umschlagen muß. Die kritische Theorie fordert deshalb nicht die Einpassung in das automatische Subjekt, sondern dessen Kritik, Denunziation und Abschaffung. Sie fordert nicht die Rückkehr zu den Holzwegen bäuerlich-reaktionärer Einfachheit, sondern die Einlösung des auch in der naturwissenschaftlichen Denkform trotz all ihrer immanenten Verstrickung in die Dialektik der Aufklärung zwar bis zur Unkenntlichkeit entstellten, aber dennoch in ihr enthaltenen Versprechens, den Menschen aus seiner Knechtschaft durch den Menschen zu befreien und fordert ihn, den einzelnen also, auf, seine Verhältnisse aus sich selbst zu gestalten, statt sich in ihnen zu einem Subjekt degradieren zu lassen, das sich seine Humanität nur halluzinieren kann, da es in Wirklichkeit den Verhältnissen unterworfen bleibt.

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Jour Fixe Programm Frühjahr/Sommer 2000