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Joachim Bruhn

Was deutsch ist

Zur kritischen Theorie der Nation

2. erw. Auflage, 2017, ca. 250 Seiten, 18 €. ISBN: 978-3-86259-141-1

Herbst/Winter 2017

Adornos bittere Bemerkung, ein Deutscher sei ein Mensch, der keine Lüge aussprechen könne, ohne sie tatsächlich zu glauben, war ein Tropfen auf den heißen Stein des gesunden Volksempfindens. Was als Kritik gemeint war und als Intervention, ist zur “Frankfurter Schule” verkommen und biedert sich an. Die linken Intellektuellen haben das Einfache, das nur schwer zu machen ist – die staaten- und klassenlose Weltgesellschaft – theoretisch liquidiert, damit sie sich endlich, im Verein mit dem Klassenfeind von einst, um die “nationale Identität” sorgen dürfen. Deutschsein, das ist wieder, nach der Methode Goebbels/Weizsäcker, Schicksal und Auftrag zugleich. Und dabei bereitet es doch in Wahrheit gar keine geistige Mühe, auf die Frage, was deutsch ist, die Auskunft zu erteilen: Herrschaft, Verwertung, Vernichtung.

Aus dem Inhalt:

“Ein Buch gegen den linken Begriff von Politik.”
17° C. Zeitschrift für den Rest

“Bruhn ... kritisiert Politik als bürgerliches Formprinzip und zieht entsprechend über die politikgläubigen Teile der Linke her.”
Stephan Grigat, UNITAT (Wien)

“... eine Mischung aus beißendem Sarkasmus, Antirassismuskritik
und kritisch-theoretischer Auseinandersetzung
mit Rassismus und Antisemitismus.”
Terz. Düsseldorfer Stadtzeitung

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Leseprobe

Unmensch und Übermensch.


Rezensionen zur Erstauflage

A.H. (Terz. Düsseldorfer Stadtzeitung N°6, 6/95)

Michael Berger (Stadtzeitung für Freiburg, 3/95)

Stephan Grigat (Unitat N°4 / 1996)

Kornelia Hafner (Archiv für die Geschichte der Arbeit und des Widerstandes N°14 / 1996)