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Bruhn, Dahlmann, Nachtmann

Das Einfache des Staates

Gedenkbuch für Johannes Agnoli

ca. 250 Seiten, ca. 20 € ISBN: 3-924627-92-4

in Vorbereitung

Der bürgerlichen Gesellschaft gilt es als so ausgemacht wie nur ihrer linken Opposition, daß es Staatlichkeit als solche ‐ d.h. die “Form Staat” (Agnoli) ‐ nicht gibt und gar nicht geben kann. Herrschaft an sich, das Pendant und die Verdoppelung des Kapitals zur Souveränität, erscheint als Abstraktion und wird daher ausgegeben als bloße Natur, die aber die zweite und tatsächlich gesellschaftliche ist. Der Mensch ist des Menschen Wolf ‐ und dabei bleibt es, damit der Souverän als Stifter des allgemeinen Friedens der Akkumulation auftreten kann. Daß die Zentralisation des politischen Willens im Souverän nicht durch Demokratie oder gute Regierung geheilt werden kann, daß war Karl Marx ebenso bewußt wie Johannes Agnoli. Denn ohne die Kritik der Politik kann die des Kapitals nur unwahr sein und affirmativ bleiben. Unter den sogenannten 68ern gab es kaum einen, der dies ursprünglich materialistische Motiv so treu bewahrt und so unnachgiebig vertreten hätte wie der Autor der “Transformation der Demokratie” von 1968, der im Mai 2003 verstorbene Johannes Agnoli.

Mit Beiträgen von

Joachim Bruhn, Manfred Dahlmann, Stephan Grigat, Felix Klopotek, Clemens Nachtmann, Susanne Rischke, Gerhard Scheit, Ilka Schroeder und anderen

Über

Gott und der Staat. Über den Anarchismus Michail Bakunins - Kommunismus und Individuum - Carl Schmitt und das Grundgesetz -Agnoli und die Theorie des Faschismus - Autonomia: Vom Leninismus zur Lebensphilosophie - und anderes mehr.

Das Buch enthält außerdem eine Bibliographie der Schriften Johannes Agnolis, eine Bibliographie der sowie eine Auswahl aus den Rezensionen der Erstausgaben von ”Transformation der Demokratie“ von 1967/68., schließlich eine Bibliographie der und eine Auswahl aus den Nachrufen.

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