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Moishe Postone u.a.

Die kritische Theorie des Kapitalismus neu überdenken

Eine Kontroverse

Herbst 2013, ca. 160 Seiten, ca. 13,50 € ISBN: 3-924627- 91-6
Herausgegeben von der Redaktion jungle World und der Initiative Sozialistisches Forum

Herbst 2013

“Die marxsche Kritik an Hegel unterstellt, daß die kapitalistischen Beziehungen dem Subjekt nicht äußerlich sind, als etwas, was seine volle Verwirklichung behindern würde. Im Gegenteil, er begreift diese Beziehungen als konstituierend für das Subjekt. Marx geht nicht von einem historischen Metasubjekt aus, z.B. dem Proletariat, das sich in einer künftigen Gesellschaft verwirklichen könnte, sondern er bereitet den Boden für eine Kritik des Subjektbegriffs. Das ist eine völlig verschiedene Auffassung zu Theoretikern wie Lukács, für den die durch Arbeit zustande gekommene Totalität den Standpunkt einer Kritik am Kapitalismus darstellt, eine Totalität, die im Sozialismus real wird. Im marxschen Kapital werden die Totalität und die sie begründende Arbeit zum Gegenstand der Kritik.

Das historische Subjekt ist die entfremdete Struktur sozialer Vermittlung im Zentrum der kapitalistischen Gesellschaftsformation. Die Widersprüche des Kapitals zielen auf seine Abschaffung, nicht auf die immer weitere Verwirklichung dieses Subjekts.”

Moishe Postone stellte sich im Sommer 2004 auf einer Rundreise quer durch die deutsche Linke der Diskussion um die Thesen seines Buches Zeit, Arbeit und gesellschaftliche Herrschaft. Eine neue Interpretation der kritischen Theorie von Marx. Das Buch umfaßt den Vortrag von Moishe Postone sowie die Beiträge der Ko-Referenten bei den Veranstaltungen in Frankfurt, Freiburg, Berlin, Hamburg und Bochum, dazu eine Antwort Postones an seine Kritiker.

Mit Beiträgen von

Michael Berger, Joachim Bruhn, Manfred Dahlmann, Lutz Eichler, Ingo Elbe, Michael Heinrich, Helmut Reichelt und Gerhard Stapelfeldt

Von Moishe Postone bei ça ira:

Weiteres in Vorbereitung.

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