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ça ira-Verlag

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Helmut Reichelt

Zur logischen Struktur des Kapitalbegriffs bei Karl Marx

285 Seiten, € 19, ISBN: 3-924627-76-2

Bei diesem 1970 erstmals erschienenen Buch handelt es sich ( wie bei den im ça ira-Verlag neu aufgelegten Aufsätzen von Hans-Georg Backhaus zur Dialektik der Wertform ( um einen Klassiker einer Marxinterpretation, die im Zuge des 1948 erstmals zugänglich gewordenen Rohentwurfs des Kapital (den Grundrissen) das in den stalinistischen (und sozialdemokratischen) Apologien des ‘wissenschaftlichen Sozialismus’ verlorengegangene kritische Potential der Marxschen Spätschriften reflektiert. Der Autor weist nach, daß, wenn man Marx um dessen philosophieimmanente Kritik verkürzt, ihn um seinen gesellschaftskritischen Stachel insgesamt bringt.

Zentral ist dabei die Frage, wieviel die Marxschen Kategorien gerade im Kapital der Hegelschen Philosophie verdanken, insbesondere, was die Entstehung der bürgerlichen Subjektivität betrifft. Vor dem Hintergrund der kritischen Theorie Horkheimers und Adornos, diese allerdings um die Kategorien der Kritik der politischen Ökonomie erweiternd, wird gezeigt, daß gerade im Kapital, ganz im Gegensatz zu einer sich auf Marx berufenden positivistischen Sozialwissenschaft, Methode und Gegenstand, Form und Inhalt, Logik und Geschichte sich nicht unabhängig voneinander darstellen lassen, und daß sich deshalb die, etwa von Louis Althusser, behauptete Trennung des Marxschen Gesamtwerks in einen frühen spekulativ-dialektischen, und daher ‘unwissenschaftlichen’, und einen späten wissenschaftlichen nicht halten läßt.

Die Neuauflage wurde vom Autor mit einem neuen Vorwort versehen.

Inhaltsverzeichnis

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Leseproben:

Vorwort zur Neuauflage

Einleitung

Zum Verhältnis von logischer und historischer Methode

Die abstrakteste Form des Kapitals


Rezensionen:

Rudolf Walther (Frankfurter Rundschau, 27.8.2002)

N.N. (Archiv für die Geschichte der Arbeit und des Widerstands N° 17, 2003)

Wolfgang Fritz Haug (Argument N° 246)