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Gerhard Scheit

Die Meister der Krise

Über den Zusammenhang von Menschenvernichtung und Volkswohlstand

2001, 224 Seiten, 18 €, ISBN 3-924627-70-3

Es geht um einen einzigen Gedanken, der auch in einem einfachen Satz ausgedrückt werden kann: Der Wohlstand in den Nachfolgestaaten des Nationalsozialismus und darüber hinaus der ganzen westlichen Nachkriegswelt hat die Vernichtung zur Voraussetzung, die von den Deutschen organisiert worden ist.

Der Gedanke ist keine These im gewöhnlichen Sinn: er läßt sich nach den Maßgaben des herrschenden Begriffs von Wissenschaft nicht ‘beweisen’ – eine notwendige Folge seiner Negativität. Verstanden als Hypothese eines kausalen Zusammenhangs wäre er nur beweisbar, wenn sich Totalität als Versuchsanordnung (wie in einem naturwissenschaftlichen Experiment) rekonstruieren ließe; wenn man also wissen könnte, was gewesen wäre, wenn... Da das unmöglich ist, hat der Gedanke lediglich eine einzige positive Bedeutung, die zu beweisen nicht die Sache der Wissenschaft oder des Schreibens sein kann: daß ein Leben ohne Kapital und Krise, ohne Staat und Vernichtung, und darum auch ohne die Meister der Krise, möglich ist.

Wenn es in diesem Buch scheint, als würden dennoch wissenschaftliche Beweise gesucht und zu diesem Zweck sogar empirische Fakten beigebracht, handelt es sich also allein darum, etwas nahezulegen: den möglichen Zusammenhang von Menschenvernichtung und Volkswohlstand unmöglich zu machen, die Wahrheit des Gedankens im doppelten Wortsinn zu realisieren.

Gerhard Scheit lebt als freier Autor in Wien und veröffentlichte 1999 im ça ira-Verlag Verborgener Staat, lebendiges Geld. Zur Dramaturgie des Antisemitismus.

Inhalt

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Leseprobe:

Immer das selbe


Rezensionen:

Boris Krapp (Psychologische Revue N° 1/2002)

Stefan Zenklusen (www.stefanzenklusen.ch)


Von Gerhard Scheit bereits erschienen:

Gerhard Scheit

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